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Workshop: Neue Herausforderungen für die Vereine!

Welche Auswirkungen hat die Verlängerung des Schultages an den Grund- und weiterführenden Schulen auf die Tennisvereine?

(wm)  02.03.10, 15:50 Uhr

Welche Auswirkungen hat die Verlängerung des Schultages an den Grund- und weiterführenden Schulen auf die Tennisvereine? Um diese Frage zu diskutieren und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, haben sich auf Einladung des TV NORDWEST am Sonntag knapp 30 Interessierte aus Tennisvereinen, Schulen und der Bildungsbehörde im Tennislehr- und Leistungszentrum in einem Workshop getroffen.

In den Referaten und der Diskussion wurde immer wieder deutlich, das Schulen und Vereine ein gemeinsames Interesse haben, Sport, in diesem Falle Tennis, den Schülern anzubieten, sei es in der Schule oder auf dem Vereinsgelände. Zwar gibt es viele Probleme, wenn sie miteinander kooperieren wollen, aber für alle gibt es auch Lösungen.

Gelungene Kooperationen zeigen , dass alle Schwierigkeiten mit Engagement und gutem Willen zu bewältigen sind. Generell gilt, dass keine Patentrezepte existieren, es müssen individuelle Lösungen erarbeitet und realisiert werden. Es gibt jedoch einige Hinweise, die alle Kooperationswilligen berücksichtigen sollten:

  • Die Vereine müssen sich auf die Schulen zubewegen. Die Nachfrage der Schulen ist regional sehr unterschiedlich, in manchen Stadtteilen suchen die Schulen händeringend nach Kooperationspartnern. Die trifft vor allem für sozial schwache Stadtteile zu.
  • Viel hängt vom Engagement der Personen ab. Schule und Verein sollten jeweils einen festen Ansprechpartner haben.
  • Diese Personen entwickeln gemeinsam Lösungen, die den Bedürfnissen und Rahmenbedingungen der Schule und des Vereins entsprechen. Hier ist der Platz, wo kreative Lösungen für alle Schwierigkeiten entwickelt werden müssen.
  • Um eine zumindest mittelfristige Verlässlichkeit zu gewährleisten, sollten kleinere Vereine mit größeren Vereinen kooperieren.
  • Die Zusammenarbeit mit Mehrspartenvereinen kann von Vorteil sein, weil Kinder oft nicht nur eine einzige, sondern auch andere Sportarten kennen lernen wollen.
  • Vereine mit einer leistungsorientierten Jugendarbeit sollten die Zusammenarbeit mit Sportprofilschulen suchen.

Am Ende der Veranstaltung stand die Forderung an die Politik, die Schulen so auszustatten, dass die Kooperationen überhaupt stattfinden können.

Auch wenn noch viele Fragen offen blieben und der eine oder andere Vereinsvertreter sich vom Workshop vielleicht mehr konkrete Hilfestellungen erhofft hatte, war das Treffen doch sehr nützlich. Erstmals sprachen Vereins- und Schulvertreter über ihre Erwartungen, Möglichkeiten und Beschränkungen im Hinblick auf die Frage, wie auf die Veränderungen der schulischen Strukturen zu reagieren ist. Allen war klar, dass der Weg der Kooperation zwischen Schule und Verein mühselig, letztlich aber ohne Alternative ist. Gefragt ist ein gewisses Maß an Kreativität, aber dann profitieren alle davon.

Hier kann der Tennisverband durchaus Hilfestellung geben. So könnte dieser Workshop noch einmal stattfinden, dann jedoch mit einer stärkeren Ausrichtung auf praktische Fragen, oder das Thema in einen kleineren Arbeitskreis verlagert werden, der dann seine Ergebnisse publiziert. Ferner sollte dafür gesorgt werden, dass die Thematik in der übungsleiter-/Trainerausbildung verankert wird.

In der April-Ausgabe der Verbandszeitung werden wir ausführlicher über den Workshop berichten.

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